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So überlebt dein Rasen den Sommer

In Parkanlagen mit weitläufigen Rasenflächen stellt das sich immer stärker erwärmende Klima der letzten Jahre eine neue Herausforderung dar. Steigende Temperaturen, lange Trockenperioden und intensive Sonneneinstrahlung werfen Fragen auf: Wie schütze ich meinen Rasen zuverlässig vor Hitze? Was braucht er, um seine satte, grüne Farbe zu behalten? Und wie verhindere ich, dass er austrocknet oder gar verbrennt?

Während der Zeit zwischen Herbst und Frühling ist die Sonne meist zu schwach, um dem Rasen ernsthaft zu schaden. Doch mit dem Sommer ändern sich die Bedingungen schlagartig. Die Tage werden länger, die Sonnenstrahlen intensiver, und die trockene Hitze macht nicht nur uns zu schaffen. Viele Rasenflächen verwandeln sich dann in ein strohiges, gelbliches Gestrüpp – weder angenehm unter den Füßen noch ästhetisch ansprechend.

Doch es gibt verschiedene Maßnahmen, die helfen, den Rasen gut durch die heißen Tage zu bringen:

1: Augen auf bei der Samenwahl
Nicht jedes Saatgut ist gleich. Auch bei Gräsern gibt es deutliche Unterschiede. Für einen dauerhaft hitzebeständigen Rasen braucht es hochwertiges Profi-Saatgut. Achte auf tiefwurzelnde, belastbare und regenerationsfähige Sorten. Ideal ist eine Aussaat im Frühjahr (April) oder im Herbst (September), damit die jungen Pflanzen nicht direkt unter extremer Hitze leiden. So entwickelt sich in relativ kurzer Zeit ein dichter, attraktiver Rasen. Neuer Rasen sollte in den ersten sechs Monaten immer wieder gründlich gewässert werden, damit sich die Wurzeln gut etablieren.

2: Das richtige Mähen
Während Hitzeperioden sollte der Rasen etwas länger stehen bleiben. Eine Schnitthöhe von etwa 4–5 cm schützt den Boden vor schneller Austrocknung. Besonders wichtig: Das Schnittgut nicht entfernen. Es wirkt wie ein leichter natürlicher Mulch, der Nährstoffe liefert und gleichzeitig die Sonneneinstrahlung auf den Boden reduziert.

3: Düngen
Im Sommer empfiehlt sich ein kaliumreicher Langzeitdünger, vorzugsweise bei feuchter Witterung ausgebracht. Kalium stärkt die Widerstandsfähigkeit der Gräser und hilft ihnen, Stress durch Hitze und Trockenheit besser zu überstehen.

4: Schatten
Bäume, Sträucher oder Staudenbeete sind natürliche Schattenspender und entlasten die Grasflächen spürbar. Daher lohnt es sich, bei der Gestaltung von Parkanlagen oder Gärten vorausschauend zu planen, wo strategisch platzierter Schatten langfristig sinnvoll ist.

5: Wässern
Rasen sollte seltener, dafür aber gründlich gewässert werden. Als Faustregel gilt: Ab 25 Grad mindestens einmal pro Woche, ab 30 Grad zweimal. Hält die Trockenphase über Wochen an, sind sogar drei Bewässerungen pro Woche empfehlenswert. Ein Rasensprenger sollte dafür rund 1–2 Stunden laufen – idealerweise früh morgens oder spät abends, wenn weniger Wasser verdunstet. Je nach Bodenart werden pro Quadratmeter zwischen 10 und 20 Litern Wasser benötigt. Lehmige Böden benötigen mehr, lockere humusreiche Böden etwas weniger. Wird zu häufig und gleichzeitig zu wenig gegossen, bilden die Gräser nur flache Wurzeln und neigen zu Filzbildung – ein häufiger, aber vermeidbarer Fehler.

Wie merke ich, dass ich genug gegossen habe?
Eine einfache Methode: In der Nähe des Rasensprengers Gläser oder Tassen aufstellen. Bei einer normalen Kaffeetasse (250–300 ml) reicht es, wenn das Wasser darin etwa 2–5 cm hochsteht.
Auch der Rasen selbst signalisiert seinen Zustand. Tritt man kurz darauf und die Halme richten sich sofort wieder auf, ist er ausreichend versorgt. Bleiben sie liegen, braucht er dringend Wasser.

Für Großanlagen bieten sich professionelle Rasensprenger oder fest installierte Beregnungsanlagen im Boden an. Damit bleibt der Rasen gesund, widerstandsfähig und angenehm grün – selbst wenn wir uns an den heißesten Tagen längst in den Schatten oder vor die Ventilatoren zurückgezogen haben.

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